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Bambus Letter #1 - 9. November 2004
Hallo Miteinander
Ich mache mal wieder einen anfang mit neuen Reiseberichte, da ich wieder
mal mit Rucksack bepackt im Suedostasiatischen Raum unterwegs bin. Diesmal
nenne ich diese Berichte 'Bambus-Letter' eigenlich wuerde ja Curry Letter
auch sehr gut passen, aber diesen Namen habe ich ja in meiner letzten Indien
Reise verwendet...
Die ersten paar Tage durfte ich in Hong-Kong verbringen. Ich hatte das
grosse Glueck, dass ich entgegen meinen ueblichen Reisegewohnheiten richtig
luxurioes in einer privaten Wohnung im 42. Stock eines kleinen Gebaeudes
untergebracht wurde. Dank dem ich fuer die gesamte Zeit meinen "persoenlichen" Reisefuerer,
der seit 12 Jahren in Hong-Kong lebt (Thx
Darrin) zur Seite hatte, konnte ich innert kuerzester Zeit die wichtigsten
Teile dieser modernen Millionenstadt kennenlernen und musste mich nicht
sehr lange damit Aufhalten, wie das oeffentliche Transportwesen funktioniert.
Ich war total erstaunt, ueber den hohen Ausbaustandard dieser Stadt - es
gibt Stadtteile, die sicherlich viel moderner als jede schweizer Stadt
sind, aber auch totale Gegensaetze. Ca. zwei drittel der Bevoelkerung sind
Chinesen (also meistens Kantonesen oder Mandarin) und ein Drittel Weiss
(hauptsaechlich aus England oder Australien). Ganz offensichtlich wird
schon auf der Strasse eine sehr starke Rassentrennung - es gibt Lokale
da trifft man nur Chinesen an und andere Lokale wo man nur Weisse antrifft.
Aber die grosse Trennung kommt nicht nur von der Herkunft, sondern ist
stark vom "Business" gepraegt. Totale Gegensaetze von Baenkers
im Massgeschneiderten Anzug und der Designer-Sonnenbrille bis Bettlern
trifft man hier alles an, wobei doch Schicki-Micki stark im Vordergrund
steht. Aber diese Stadt ist fuer jede Frau eine Traumstadt - ein unendliches
Shopping-Paradies.... Fuer mich waren eher die teils illegalen Computer
Shops in den Aussenzentren interessanter - da laeft der Handel mit illegal
kopierter Software vom Fliessband (Habe natuerlich nichts gekauft)....
Aber die groessten Eindruecke hatte ich von der Zahl und der Hoehe der
Gebauden resp. Wolkenkrazern. Der Ausblick bei einem Glas Wein von der
privaten Terasse vom Dach eines Wolkenkratzers auf das naechtliche Lichtermeer,
das nicht enden will - wird mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Aber eines weiss ich, Hong-Kong ist keine Stadt wo ich leben moechte -
Luftverschmutzung, fehlende Erhohlungsgebiete machen einen kurzen Aufenthalt
Interessant, aber nicht fuer ewig.
Jetzt bin ich aber in einem ganz anderen Land in einer Stadt, die etwa
gleich gross ist, naemlich in Thiland resp. Bangkok. Komplett anderes Leben
und komplett anderer Baustil. Zur Zeit warte ich irgendwo in einem Aussenquartier
vor der Botschaft von Laos auf mein Visum. War gar nicht mal so einfach
rauszufinden, wie man das entsprechende Visum erhaelt - hoffe, dass es
heute klappt, da ich nicht die groesste Zeit in Bangkok fuer Administratives
aufwenden moechte. Aber so die wichtigsten Sehnswuerdigkeiten hab ich natuerlich
doch schon in Augenschein geworfen. Ich habe hier eine Uebernachtungsmoeglichkeit
in der naehe vom beruemt beruechtigten Ausgangsviertel. Ist total interessant,
durch die Abendliche Maerkte zu schlendern, wenn man nicht dauernd angesprochen
wird ob man interesse an einem Maedchen hat. In Bangkok ist zar die Prostitution
nicht so schlimm wie z.b. in Pataya oder Puket aber ich finde es total
erbaermlich, wie viele Touristen die Situation fuer sexuelle Bedurfdnisse
ausnutzen. Auf dem Land in Thailand ist es enorm schwirig eine Arbeitsstelle
zu finden. Im Glauben an eine bessere Zukunft landen viele Jungen aus dem
Land in der Grosstadt, wo sie eine noch schlechtere Zukunft erwartet als
zu Hause. Aber ein mal in dieser Maschienerie ist es nicht mehr einfach
auszusteigen.
So, ich trenne mich langsam von der Tastatur, die auch ganz sonderbare
Zeichen (finde Tahi uebrigens eine sehr schoene Schriftsprache, ist aber
total schwer) enthaelt und Uebergebe mich mal wieder der Willkuer der Behoerden...
Viele gruesse aus dem 32 Grad warmen Bangkok
Adrian
P.S: Zu den Schreibfehlern gilt wie ueblich: Einfach ignorieren - habe
hier nicht meine gewohnte Infrastruktur...
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